Gespräche über Männlichkeit mit Linus Giese und Toni Tholen
Nachdenken über Männlichkeit hat eine lange, feministische Tradition. Lange war der Diskurs von Frauen dominiert. Jetzt reflektieren auch immer mehr Männer öffentlich über ihre eigenen Beobachtungen in Bezug auf Wandel und Persistenz von Männlichkeit in der Gesellschaft. Mittlerweile ist das Thema auch in der Literatur sehr präsent.
Der Literaturwissenschaftler und Männlichkeitsforscher Prof. Dr. Toni Tholen kommt mit schreibenden Männern ins Gespräch über ihre Bücher, aber auch über eigene Erfahrungen und gesellschaftlich-kulturelle Beobachtungen, die sie als geschlechtersensibilisierte Männer machen.
Linus Giese hat seine Transition zum Mann literarisch aufbereitet. Sein Debüt „Ich bin Linus“ (Rowohlt) hat ihn über Nacht als queeren Autoren bekannt gemacht.
Zuletzt hat er für den Kjona-Verlag einen der „Briefe an die kommende Generation“ geschrieben. Unter dem Titel „Lieber Jonas oder der Wunsch nach Selbstbestimmung“ schreibt der Journalist, Übersetzer und Buchhändler an einen Jungen, der ihm im echten Leben nur kurz begegnet ist. Inspiriert von seinen Fragen, berichtet Giese vom Zauber, das erste Mal den eigenen, selbstgewählten Namen zu hören. Und davon, wie er nach seinem Outing erstmal unbedingt der männlichste Mann aller Männer werden wollte.
Ein idealer Gast, um gemeinsam über Männlichkeit nachzudenken.
Bisher waren Fikri Anıl Altıntaş, Christian Dittloff, Josef Haslinger und Christian Baron zu Gast bei den Gesprächen über Männlichkeit. Diese Veranstaltung ist Teil einer Podcast-Reihe, die auf der Webseite des Zentrums für Geschlechterforschung der Universität Hildesheim veröffentlicht wird und nachgehört werden kann.
Foto Giese: Sophia Emmerich
Foto Tholen: Stiftung Universität Hildesheim
Tickets gibt's hier im Onlineshop oder bei Ameis Buchecke.
Vergangene Veranstaltungen als Podcast auf der Seite des Zentrums für Geschlechterforschung