Johanna Sebauer erzählt von Nincshof
Vor dem umgedrehten Schilderwald des Literaturhauses wird Johanna Sebauer mit ihrem Debüt "Nincshof" platznehmen. Eine amüsante Erzählung, die gleichzeitig zum Schmunzeln und Nachdenken einlädt, über ein kleines Dorf, das alles dafür tut, vergessen zu werden.
Ein kleines Dorf an der österreichisch-ungarischen Grenze, soll vergessen werden. So der Plan dreier Männer, die sich die Oblivisten nennen und raus wollen aus der hektischen Zeit. Wenn niemand mehr von ihnen weiß, können sie und das ganze Dorf in Freiheit und Ruhe leben. Laut Legende ist das in Nincshof schon einmal so gewesen. Ausgerechnet die alte Erna Rohdiebl soll dabei helfen, dass dieses Vorhaben gelingt, denn die drei Männer glauben, dass die alte Frau die Freiheit im Blut hat und daher genau die Richtige für ihre Bewegung ist. Erna Rohdiebl wiederum hat in ihrem langen Leben selten Dümmeres als die Idee zu verschwinden gehört, aber ihre Neugierde siegt. Abend für Abend poltern die Oblivisten an ihre Eckbank und plotten bei Speckbroten und Pusztafeigenschnaps ihr Verschwinden. Alles scheint nach Plan zu verlaufen. Wenn da nicht die Neuen aus der Stadt wären. Ein turbulenter Sommer nimmt seinen Lauf!
Den Abend moderiert Sara Prinz mit charmanten Impulsen. Die Kulturwissenschaftlerin hat unter anderem schon für das Literaturhaus Kiel Lesungen veranstaltet und ist seit kurzer Zeit nun wieder in Hildesheim.
Wer den Saisonstart also mit einem Schmunzeln auf den Lippen begrüßen möchte, ist hier genau richtig.