Träume erzählen, Träume verstehen
Träume kennt jede:r. Sie sind schön, seltsam, beunruhigend – und oft erstaunlich real. Was verraten sie über unser Leben? Und können wir aus ihnen lernen? An diesem Abend werfen wir eine wissenschaftliche und eine künstlerische Perspektive auf das, was uns im Schlaf bewegt.
Der Dramatiker und Autor Wolfram Lotz und der Traumforscher Prof. Dr. Michael Schredl begegnen sich zu einem Gespräch über unsere nächtlichen Bilder.
Wolfram Lotz, einer der wichtigsten Gegenwartsdramatiker, hat für sein neues Prosabuch Träume in Europa in Internetforen nach den Träumen anderer Menschen gesucht und diese anschließend in eigene literarische Erzählungen übertragen: kurze, skurrile, humorvolle und berührende Texte über Bahnfahrten, Familien, Verstorbene, seltsame Begegnungen und die manchmal sehr komische Welt, in der wir leben.
Michael Schredl forscht seit mehr als 30 Jahren zu Träumen, Traumerinnerung und Albträumen. Träume, sagt er, stellen Themen, die uns beschäftigen, oft in besonders kreativer und dramatisierter Form dar.
Moderiert wird das Gespräch von Claudia Christophersen, Leiterin der Redaktion Kulturmagazine bei NDR Kultur. Sie ist Germanistin und hat über Hannah Arendt promoviert.
Foto Lotz: André Simonow
Foto Schredl: Zentralinstitut für Seelische Gesundheit Mannheim
Foto Christophersen: NDR