Kathrin Röggla

beobachtet die Gegenwart.

Die täglichen Bilder in unserem Land gleichen manchmal Horrorszenen. Jemand ist dabei. Jemand sieht zu. Sind das wirklich wir? Kathrin Röggla schaut genau hin. Die vielfach ausgezeichnete Schriftstellerin entdeckt Risse, tote Winkel und das Unheimliche unserer Gegenwart. Gefahrenzonen breiten sich aus, es herrscht Desorientierung, Kommunikation bricht zusammen. Das betrifft das politische Reden, den wutbürgerlichen Aktivismus, den Absturz des Mittelstandes ebenso wie das Familientreffen in der deutschen Provinz. Sie entwirft politische, soziale und private Szenarien, die sich zu einem Nachtbild unserer gespenstischen Gegenwart zusammensetzen. Im Gespräch mit Professor Simon Roloff vom Literaturinstitut misst sie an diesem Abend die Gegenwart ab.