Gehen lassen

Geschichten des Brotbackens von Elisabeth Ruckser und Simon Hoberg

Brot entsteht nicht, wenn man Zutaten mischt. Es entsteht, während man wartet. Bis der Teig gegangen und im Ofen gar geworden ist. Brot entsteht, wenn sich Bäcker*innen um die richtige Raumtemperatur und die richtige Luftfeuchtigkeit gekümmert haben.

Sie haben Sauerteig von einer Generation zur nächsten weitergegeben, genauso wie das Wissen um dessen Pflege und Zubereitung.

Noch sucht man Rezeptsammlungen bei den Sachbüchern. Doch der verlegerische Umgang mit dem Kochbuch hat sich verändert. Es präsentiert sich mit Food Photographie auf hochwertigem Papier und erzählt uns Geschichten von backenden Protaginist*innen. Wir sitzen in ihren Küchen, kippeln mit dem Stuhl. Und erfahren die geheime Zutat.

Astrid Reibstein spricht an diesem Abend mit der Autorin Elisabeth Ruckser („Bäuerinnen, Brot und Sehnsucht“) und dem Bäcker Simon Hoberg (Brotmanufaktur Herr von Myra) über das Gründen von Bäckereien und Brotbackschulen, über das Schreiben und Lehren dieser alten Handwerkskunst und die Relevanz eines ganz alltäglichen Lebensmittels.