Fulbert Steffensky

über die Kunst des Abdankens

Alter und Tod werden gern verdrängt. Doch nur wer um Endlichkeit weiß, kann das Leben richtig schätzen. Dazu gehört auch die Erkenntnis, dass die eigene Macht Grenzen, aber auch im Alter Möglichkeiten hat.

Fulbert Steffensky lebte 13 Jahre als Benediktinermönch im Kloster. Er studierte katholische und evangelische Theologie, lehrte Religionspädagogik an der Hamburger Universität und war über dreißig Jahre mit Dorothee Sölle verheiratet. Gemeinsam entwickelten sie eine ökumenische politische Theologie.

Heute lebt er mit seiner zweiten Frau Elisabeth Hangartner in Luzern. „Im Alter“, sagt er, „erleidet man viele Verluste, deshalb ist es gut, sich auf das zu besinnen, was man doch alles im Leben hatte. Das Alter bringt neue Aufgaben mit sich, die Welt geht einen schließlich immer noch etwas an!“