Editorial

 

Zur aktuellen Fluss-Spielzeit hat David Schnitter ein Wasserschutzszenario gestaltet, das viele an den Sommer 2017 erinnert. Über 15 Tonnen Sand in über 1000 Sandsäcken liegen auf den Fensterbänken und vorm Altarbereich, als wenn das Wasser kurz davor wäre, die alte Pilgerkirche zu fluten.

Unsere zweite Spielzeithälfte ist voller Fluss-Assoziationen. Dr. Christian Sauer und Karin Schmidt-Friderichs sprechen über den kreativen Flow, den sich alle künstlerisch Schaffenden ersehnen. Für den Deutschen Buchpreisträger Saša Stanišić sind die Drina und der Neckar wichtige Herkunftsorte und Luisa Neubauer kämpft mit vielen anderen Schüler*innen gegen die weltweit steigenden Wasserstände.

Wir haben Kerstin Gleba, die neue Verlegerin von Kiepenheuer & Witsch, zu Gast, die ihr Büro nahe des größten Flusses Deutschlands hat, und Arne Rautenberg agiert in seinem Schaffen fließend zwischen den Kunstgenres. Wir diskutieren, warum Naturphänomene wie „Flüchtlingsstrom“ sprachliche Mittel sind, um Ängste zu schüren. Mit dem Johannistag holen wir einen alten Feiertag hervor, der dem Mann am Fluss gewidmet ist.

Der KUNSTRAUM 53 lädt zu einem Rundgang durch seine aktuelle Ausstellung ein und wir feiern mit dem Debüt des ehemaligen Studenten Benjamin Quaderer das Ende unserer Spielzeit.

Unser Programm erscheint zu den EVI LICHTUNGEN, die auch bei uns mit einer Arbeit der Künstler Hartung & Trenz zu Gast ist.

Ab dem 1. Februar sind unsere Tickets bei ameis Buchecke und dem HAZ-Ticketshop erhältlich.

Ein Lesen im Fluss wünscht

Dirk Brall, Intendant