3 Fragen ans Flex Ensemble

Am 29. März ist das niedersächsische Musikensemble bei uns zu Gast. Mit einer außerordentlichen Performance: Das schlichte, österliche „Stabat Mater„ wird kombiniert mit einer Videolesung von Nora Gomringer. Wir haben vorab Martha Bijlsma gefragt, die Mitinitiatorin ist. Des Weiteren werden die Vorstellungen im Sprengel Museum Hannover und dem Felix-Nussbaum-Haus in Osnabrück zu hören sein.

Wie seid ihr auf die Idee gekommen, Arvo Pärts „Stabat Mater“ mit
moderner Lyrik zu verbinden?
Wir haben überlegt das „Stabat Mater„ in der Osterzeit aufzuführen, als Alternative für beispielsweise die Matthäus-Passion.  Und so kam mir die traditionelle Ostermesse in Gedanken, komplett mit Predigt und allem was dazu gehört. Das wollten wir aber umsetzen in eine moderne Fassung, außerhalb der Kirche, und so kam der letzte Schritt, eine Autorin zu fragen, einen neuen Text zu schreiben.

Nora Gomringer wird per Video-Lesung sprechen. Was ist die größter
Herausforderung?
Am Anfang war es unsere Idee, dass Nora Gomringer ihren Text vor Ort vortragen würde. Sie hatte sofort Interesse, konnte es zeitlich aber nicht einrichten, anwesend zu sein, und hat selber eine Video-Intervention vorgeschlagen. Wir waren direkt begeistert von dieser Idee! Es bringt eine extra Ebene zur Musik-Performance. Wir arbeiten öfter zusammen mit Künstler*innen aus anderen Sparten, und wir haben gelernt, dass es am besten funktioniert, wenn wir die Künstler*innen in keiner Art begrenzen. Vielleicht ist das unsere Herausforderung, ein Konzept zu entwickeln und danach Künstler*innen künstlerische Freiheit zu bieten.

„Easter Transformations“ heißt das Projekt. Was bedeutet das für euch?
Für uns heißt es, diese Ostern-Tradition anders zu erleben und gestalten. Ostern ist eine christliche Tradition, aber über die Themen wie Reflektion, Endlichkeit und Vergänglichkeit kann man immer nachdenken und sprechen. Deswegen möchten wir dieses Fest aus einem neuen Blickwinkel betrachten, sowohl die Musik als auch die Botschaft.