3 Fragen an Theresa Tolksdorf

1. Du kuratierst für den Kunstraum 53 die Ausstellungen im Literaturhaus. Was macht den Raum für dich aus?

Der Raum ist sehr speziell, es gibt viel zu sehen und selbst unbespielt spricht der Raum für sich. Er ist zwar sehr klein, ich bin jedoch bei jeder neuen Ausstellung überrascht, wie viel aus dem Raum gemacht werden kann.

2. Ihr habt einen besonderen Blick auf die Kunstszene. Wie kommt es zu deiner Auswahl?

Wir haben kein bestimmtes Auswahlverfahren der Künstler und Künstlerinnen. Vieles ergibt sich, vor allem durch die Größe unseres Teams. In diesem Fall bin ich bei der Auseinandersetzung und der Recherche zum Thema Land auf Juliane Zelwies’ Arbeiten gestoßen. Jakob Schnetz habe ich ausgewählt, da Kerstin Rode vom Kunstraum 53 Team ihn schon einmal bei einer Ausstellung in Hannover getroffen und mir daher seine Arbeiten empfohlen hat. So haben die Arbeiten auf verschiedenen Wegen ihren Platz in eurem Foyer gefunden und so ist es bei den Arbeiten, die wir im Kunstraum 53 in der Ottostraße 7 ausstellen meistens auch der Fall. 

3. Maryna Makarenko zeigt am 7. Mai eine Lecture Performance. Was zeichnet ihre Kunst aus?

Die aus der Ukraine stammende und seit einigen Jahren in Berlin lebende Künstlerin beschäftigt sich mit sehr unterschiedlichen Themen – hauptsächlich mit dem Medium der Videos und der Performance. Besonders an ihrer Lecture Performance wird, dass ihre Videoarbeit “Playground“ weitergedacht wird und sie live eine Soundlandschaft zu physischen und spirituellen Werten verschiedener Aspekte von Land kreieren wird.