3 Fragen an Sarah Patzak

Sarah Patzak übernimmt zum 1. November die Intendanz vom Literaturhaus St. Jakobi. Seit 2009 arbeitet die Kulturwissenschaftlerin als Projektmanagerin bei uns und studiert berufsbegleitend „Inszenierung der Künste und Medien mit Schwerpunkt Theater„.

1. Sarah, du lebst seit 2009 in Hildesheim, unterbrochen von einem Abstecher in Berlin. Was magst du an der Stadt?

Als ich 2009 aus der bergigen Pfalz hier her kam, hat mich vor allem die Weite der Landschaft und des Himmels beeindruckt. Ich finde Hildesheim hat eine angenehme Größe, um sich nicht darin zu verlieren. Hier ist kulturell so viel los und trotzdem immer noch Neues möglich. Die Kulturszene der Stadt wird geprägt von engagierten Leuten, die hier gerne leben. Das merkt man.

2. Gerade machst du deinen Master in „Inszenierung der Künste und Medien“, mit Theater im Hauptfach – was ist denn der Titel deiner Arbeit?

Der Titel meiner Masterarbeit lautet „Die szenische Lesung als Inszenierungsform für das Sachbuch – Eine prozessorientierte Reflexion der Lesung ‚Gehen lassen‘ des Literaturhaus St. Jakobi“. Ich habe alle vier Zeilen auf dem Anmeldebogen benötigt, um ihn aufzuschreiben. Dafür darf die Arbeit selbst kurz werden, weil der praktische Teil – nämlich die Veranstaltung ‚Gehen lassen‘, die wir im November 2020 auf Radio Tonkuhle senden konnten – schon geleistet ist. In meiner Arbeit reflektiere ich den Entstehungsprozess und beleuchte, wie Sachbücher szenisch vermittelt werden können.

3. Und welches Buch liest du gerade? 

Gerade vor allem sehr viel Fachliteratur über Brot und Lesungen. Auf meinem Nachttisch warten gerade „Der Wanderfalke“ von John Alec Baker und „Leben ohne Ende“ von Bernd Heinrich auf mich.