3 Fragen an Sabine Fontheim

Sabine Fontheim ist Vorsitzende der Stiftung Kloster Neuwerk Maria in horto in Goslar und damit Mitglied der Jury zur Auswahl der „Wortwerker*in“, einem Arbeits-Stipendium der Stiftung. Sie war bis vor einigen Jahren in leitender Funktion einer Einrichtung des Gesundheitswesens tätig, Mitglied der Propsteisynode Goslar und ist seit über 10 Jahren in der Stiftung engagiert.

1. Die Stiftung Kloster Neuwerk schafft mit der Wortwerker*in ein Format zwischen Literatur und Kirche, wie es die Veranstaltungen im Literaturhaus St. Jakobi auch tun. Was fasziniert Sie an dieser Verbindung?

Klöster sind seit ihrem Bestehen Orte des mündlichen und geschriebenen Wortes. Gebete, Schriften, Abschriften sind Zeugnisse dieser Tradition. Es geht um die Fortsetzung der literarischen Tradition dieses historischen Ortes, der noch heute von christlichen Werten, von Toleranz und Akzeptanz erzählt.

2. Wer kann sich als Wortwerker*in bei Ihnen bewerben? 

In diesem Sinne kann weiter am Opus Novum gestaltet-gewirkt-und geschrieben werden: als Hand-Kopf-Seele-Handwerk. Literarische Grenzen gibt es nicht. Alle Textformen sind erlaubt. Literaten, Poeten, Blogger, Wortkünstler- sie alle nutzen das Wort und erschaffen mit ihrem Tun ein NEUES WERK. Ob kulturjournalistisch, im Internet oder veröffentlichte Werke bei einem Verlag – das Stipendium richtet sich an Frauen, Männer, Diverse, die mit Worten ein Neues Werk schaffen.

3. Was lesen Sie selbst gerne? 

Ich lese gern eher besonnene Literatur, mit wenig Aktionismus, wenig Ortswechsel, Themen, die Menschen und Gesellschaften herausfordern, auch mit durchaus surrealen Zügen. In sprachlicher Genauigkeit, lyrisch-poetisch statt sprachlicher Verknappung. Gerne lese ich die Autoren José Saramago, Lutz Seiler und Kuzuo Ishiguro.

Weitere Informationen zur Bewerbung sind hier zu finden.