3 Fragen an Juan S. Guse

Die ZEIT nannte den zweiten Roman „Miami Punk„ von Juan S. Guse das „irrste deutsche Buch des Jahres„. Der ehemalige Hildesheimer Schreibschul-Student arbeitet derzeit als Doktorand am Institut für Soziologie in Hannover. Am 5. Dezember ist er bei uns zu Gast.

1. Du hast nach deinem Debüt „Lärm und Wälder„ einen vielbeachteten Roman über „Gaming“ geschrieben. Wie viel Zeit mit Computer spielen hast du dafür verbracht?

Meine Nintendo 64 (inkl. „International Superstar Soccer„) muss ich so ungefähr in der zweiten Klasse bekommen haben. Gespielt habe ich also schon immer und viel, sehr viel. Recherchiert, im konventionellen Sinne, habe ich primär zur eSport-Industrie.

2. Was verbindet für dich Literatur mit Computerspielen?

Schwierig zu vergleichen; selbst die individuelle Produktion, die ja in beiden Fällen „schriftlich„ ist, bleibt sich ja dennoch im Vergleich sehr fremd. Gleichzeitig unterliegen sie ähnlichen Verhältnissen, nämlich dem Spannungsfeld von kommerzielen Markt und mutmaßlich zweckloser Kunst. Also ja. Ich würde jedenfalls gerne mal eines programmieren, falls das eine Antwort ist.

3. Du hast für die Kulturhauptstadtbewerbung Hannovers die Story des Bid-Books geschrieben. Was würdest du Hildesheim reinschreiben?

Vielleicht eine Zukunft erzählen, in der alle, die an der Domäne studieren, sich in der Stadt niederlassen.

Foto: Jörg Steinmetz