Thomas Klupp & Karoline Menge

Wieder schauen wir an einem Abend auf die Bücher von ehemaligen Studierenden aus Hildesheim. Thomas Klupps neuer Roman „Wie ich fälschte, log und Gutes tat„ spielt in der Vorzeigekleinstadt Weiden in der Oberpfalz: Die Wirtschaft brummt, die Oberschule ruft eine Leistungsinitiative in den MINT-Fächern aus, der Tennisclub gewinnt das Landesjugendfinale, und mit dem neuen Schuljahr prangt von jeder Wand ein Anti-Drogen-Plakat der Tennischampions mit dem Slogan: „Geh ans Limit! Ohne Speed!“. Benedikt Jäger und seine Kumpels sind nicht nur mittendrauf zu sehen, sie stecken auch mittendrin in dieser schönen Welt, die alle Abgründe vertuscht.

In Karoline Menges Debütroman „Warten auf Schnee„ sind Pauli und ihre Schwester Karine auf sich allein gestellt, seit ihre Mutter wegging. Nachdem auch die letzten Bewohner das Dorf verlassen haben und der Mond die Landschaft in ein unheilvolles, blassgrünes Licht taucht, zieht das hügelige Land Pauli magisch an. „Warten auf Schnee“ ist ein schnörkelloses Debüt mit präziser Sprache, das durch seine atmosphärische Dichte besticht und eine hypnotische Ruhe ausstrahlt.

An diesem Abend sprechen die beiden mit Alexander Solloch, NDR Kultur, unter anderem über ihre Arbeit am Roman und das Studieren auf dem Land.