Editorial

 

Benjamin Groß und David Schnitter haben für diese Stadt-Spielzeit einen Hinterhof in das Literaturhaus St. Jakobi gebaut. Eine einzelne Straßenlaterne beleuchtet die Bühne. Ein Ort wie viele in der Großstadt. Ein Ort, dessen Schönheit auf den zweiten Blick auffällt. Ein Ort, von dem man dann nicht mehr loswill, wenn man ihn entdeckt hat. Ein Ort wie eine Utopie über das gute Leben.

Unsere zweite Spielzeithälfte zur „Stadt“ spannt einen weiten Bogen vom antiken Korinth des Paulus’ im ersten Jahrhundert über das Washington von Martin Luther King der 1960er Jahre zu Großstädten von heute wie Jürgen Wiebicke, Ulrika Engler, Frank Berzbach und Pascal Richmann bis hin surrealistischen Bewohner*innen in Juliana Kálnays ausgezeichnetem Debüt „Eine Chronik des allmählichen Verschwindens“. Unser Programm ist wie ein poetische Städtereise.

Wie wir in unseren Städten leben wollen, ist dabei die Leitfrage. Auf vielfältige Weise gehen wir ihr nach.

Ab März findet unser stimmlabor regelmäßig an jedem dritten Freitag statt. Bei der Nacht der Kirchen am 15. Juni ist dieses neue Format einen ganzen Abend lang zu genießen. Außerdem laden wir am Ende der TfN-Veranstaltung „Literatur in der Stadt“ am 8. Juni zu uns an die Bar ein.

Wir freuen uns auf viel Stadtbesuch.

Ihr Dirk Brall, Intendant