2015/16 Spielzeit Wald

 

„Den Wald habe ich mir immer als eine Kathedrale vorgestellt.“ Juan S. Guse

Unsere Spielzeit 2015/16 widmeten wir dem Wald. Wir luden ein zu ausgedehnten Spaziergängen durch die Literatur von Ralf Rothmann und Urs Allemann, zu Wanderungen mit außergewöhnlichen Persönlichkeiten wie Albert Schweitzer und Nils Ole Oermann oder Entdeckungstouren mit Meike Winnemuth durch das Dickicht der Gegenwart.

„Wenn ich bloß einen Ort für uns wüsste.“ Ralf Rothmann

Neben ausgewählten Veranstaltungen hatten wir auch neue Formate in der Pilgerkirche. Das wortlabor in unserem Studio in der Jakobistr. 21 war für alle Alltagskreativen und sacramentum in der neu renovierten Sakristei für alle Stadtpilger, jeweils am ersten Freitag des Monats.

„Wenn man immer nur auf das große Ding wartet,sind all die liebenswerten, entzückenden, albernen, rührenden Momente einfach so vorbeigeflitzt und ungeliebt verpufft.“ Meike Winnemuth

Unser gestalteter Wald begeistert viele. Bei dem Lichtkunstfest „Lichtungen“ strömten viele tausend Gäste in den Kirchraum und ruhten sich auf den Sitzsäcken aus, um die vielen Zweige und Äste zu bestaunen. Unser Technischer Leiter und Design-Student Benjamin Gross hatte mit Hilfe von Amelie Limbach, Sven Schnelle und Rafael Wortmann 1,3 Tonnen Dachlatten zu kunstvollen Bäumen verarbeitet. Unsere Autorinnen und Autoren der ersten Spielzeithälfte waren ebenfalls begeistert.

„Die Tannenzweige streichelten mir die Wangen. Der Schnee rieselte in den Nacken.“ Bov Bjerg

Unsere zweite Spielzeithälfte hatten wir mit einem wunderbaren Programm gefüllt. Christine Westermann liest sich durch den aktuellen Blätterwald, Jan Weiler forscht nach Pubertieren, Bov Bjerg beschreibt in „Auerhaus“ das Leben am Rand des Waldes und der Gesellschaft, Martin Schleske schwärmt von singenden Baumstämmen und klingendem Leben.

„Der Keimling stirbt in den Boden hinein und wird so zum Baum.“ Martin Schleske

Und Shida Bayzar nahm uns mit in die grüne Revolution.

„Wir singen das Lied, das meine Eltern nie sangen.“ Shida Bazyar